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Seit 125 Jahren im Dienst des Feinschmeckers

Unser Unternehmen wurde im Jahre 1883 gegründet und befindet sich heute
in der vierten Generation im Familienbesitz.

DIE ERSTEN JAHRE

Der Firmengründer Heinrich Schenkel baute in der Donaumonarchie einen landwirtschaftlichen Betrieb und eine Weichkäserei im französischen Stil auf und importierte Delikatessen und exotische Früchte nach Österreich. Per Kutsche bereist er die Kronländer, immer auf der Suche nach neuen Spezialitäten für sein Geschäft. Heinrich Schenkel importiert Datteln, Feigen, Bananen und andere Köstlichkeiten, auch die "Erste Österreichische Camembert Weichkäserei" floriert. Um Österreichs Feinschmeckern den delikaten Westfäler Schinken näher zu bringen, züchtet er eigens das Westfälische Landschwein.

Solche Rührigkeit findet allerhöchsten Gefallen: Ab 1901 ist das Haus Schenkel offizieller K. & K. Hoflieferant.

Anlässlich der Kochkunstausstellung im Jahre 1906 wird Heinrich Schenkel durch den Kochverband ausgezeichnet. Seit damals verzeichnet die Firmenchronik rund 250 Messe- und Ausstellungsteilnahmen, sowie zahlreiche Auszeichnungen.

Mit dem Tod des Gründers Heinrich Schenkel im Jahre 1912 - die Donaumonarchie sieht durch den Balkan-Krieg dem nahen Ende entgegen - beginnt auch für das inzwischen allgemein geschätzte Handelshaus eine schwere Zeit: Sohn Erich ist zu jung, um die Firma zu übernehmen. Ein Amtsvormund wird als Geschäftsführer bestellt, liquidiert die Firma, legt das Geld in mündelsichere Anleihen an und lässt damit in den schweren Jahren des ersten Weltkrieges praktisch die gesamte Firmensubstanz verloren gehen.



EIN NEUBEGINN

Der erste Weltkrieg ist vorüber, Österreich ist auf einen Bruchteil seiner Größe geschrumpft. 1919 fangen viele bei Null wieder von Vorne an. So auch Erich Schenkel, der Sohn des Firmengründers, der in diesem schweren Jahr darangeht, das Lebenswerk seines Vaters wieder aufzubauen: Binnen drei Jahren bringt er es zu einem Geflügelhof, einer Großimkerei, Baumschulen und einem Handelsbetrieb.

Weniger Glück hatte der rührige Delikatessen-Pionier Erich Schenkel bei seinem Antrittsbesuch im Hause Sacher im Jahre 1925: Beim Anblick der voluminösen Zigarre im Munde der legendären Wittfrau Sacher soll er dem Vernehmen nach so aus dem Konzept geraten sein, daß er auf Frau Sachers Pudel trat - was die Aufnahme ersprießlicher Geschäftsbeziehungen um rund ein Jahr verzögert hat. Später lernte auch die Witwe Sacher Schenkel-Delikatessen über alles schätzen.

In den kommenden Jahren ist Genuß wieder Mode. Schenkel übernimmt die Vertretung namhafter Delikatessenhersteller, der Import beginnt zu florieren. 1928 wird das Delikatessen Importhaus Schenkel offiziell protokolliert. Der Höhenflug dauert leider nur wenige Jahre lang, es folgen Börsenkrach, Wirtschaftskrise und sechs Jahre Krieg. Einzig die Übernahme der Generalvertretung namhafter Spirituosenerzeuger und eines Salzvertriebes sichert Erich Schenkels Betrieb das Überleben in den finsteren Jahren zwischen 1935 und 1945.



DER ANFANG EINER LANGEN ERFOLGSGESCHICHTE

1955 - Österreich ist frei und Erich Schenkel wendet sich wieder dem traditionsreichen Delikatessenhandel als angestammtem Geschäftsschwerpunkt zu. Nach dem Tod Erich Schenkels im Jahre 1963 tritt die dritte Generation, Erich Schenkel II. in die Fußstapfen der Feinschmecker-Pioniere Vater und Großvater Schenkel.

Nach fast einem Jahrhundert "rechtsfreier" Existenz wird die Marke Schenkel Delikatessen im Jahre 1967 gesetzlich geschützt und international als Marke geschützt. Internationale Auszeichnungen belohnen das ständige Bemühen um höchste Qualität. Alle Geschäftsaktivitäten stehen im Zeichen der Expansion. Regelmäßig beklebt Erich Schenkel am Flughafen Wien Schwechat den legendären Schah-Caviar mit einer Versandadresse in Hollywood. Schenkel's Kunde in Hollywood liefert immer frisch an Film- und Entertainment Legenden: Richard Burton, Liz Taylor, Frank Sinatra ...

Die Markenrechte für den raren Schah-Caviar hält das Haus Schenkel bis zum heutigen Tag.

Im Jahre 1978 zieht die Firma Schenkel in die größeren Räumlichkeiten der neu erbauten Villa in Wien 19, der traditionsreiche alte Firmensitz ist zu eng geworden für die weltweiten Geschäftsaktivitäten. Vier Jahre später startet Schenkel ins EDV-Zeitalter.

Aus dem romantischen Abenteuer "Finde das Beste aus aller Herren Länder und bringe es möglichst frisch nach Österreich" ist endgültig ein hochmoderner, leistungsfähiger Handelsbetrieb geworden:

Nach wie vor steht das Unternehmen im alleinigen Familienbesitz und beschäftigt mittlerweile 25 Mitarbeiter, davon 5 im Außendienst. Wir importieren Feinkostspezialitäten aus über 30 kulinarisch bedeutenden Ländern, vertreten international anerkannte Feinkostmarken und beliefern den gesamten Lebensmittelhandel und die Gastronomie Österreichs. In kleinerem Umfang werden als Handelsagentur auch Vermittlungsgeschäfte und Exporte durchgeführt.

Die Hausmarke "Schenkel delikatEssen" ist im Feinkosthandel österreichweit eingeführt und markenrechtlich geschützt. Die Auslieferung erfolgt in Wien und Umgebung durch firmeneigene Fahrzeuge, im übrigen Österreich mit Vertragsspediteuren. Ein Frischwaren-Depot in Salzburg sorgt für rasche Betreuung, selbst in schwer erreichbaren Regionen.

Durch laufende Beteiligungen an bedeutenden Fachausstellungen, Werbewochen in Kaufhäusern, Feinkostketten und Supermärkten, Verkostungen und Hausmessen, Inserate und PR-Artikel in Fachpresse und zielgruppenorientierten Printmedien ist unser Unternehmen am Markt präsent.

Nach wie vor ist das Haus Schenkel an einer laufenden Erweiterung des Sortiments, sowie am Import neuer für den Gourmet wertvoller Produkte interessiert

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